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 SERVICE - TERMINE DES KULTURRINGS ALTENSTADT E.V.

   Der berühmte Mainzer Domchor kommt nach Altenstadt  

 

 

 


 

Ein ungewöhnliches Bach-Konzert im Kloster Engelthal

Andreas Köhs spielt auf der historischen Klosterorgel

 

Als Johann Sebastian Bach 1685 das Licht der Welt erblickte, war Kloster Engelthal schon mehr als 400 Jahre alt und befand sich nach den verheerenden Plünderungen

und Brandschatzungen des Dreißigjährigen Krieges mitten im Wiederaufbau, der

1750, dem Todesjahr Bachs, beendet war.  Dieses wohl wichtigste Kapitel in der Klostergeschichte fällt also mit der schaffensreichsten Zeit des Thomaskantors zu-sammen  -  als er beispielsweise in Weimar zum Hoforganisten ernannt wurde und seine herrliche Toccata C-Dur BWV 564  komponierte, begann Meister Macrander

aus Frankfurt hier gerade mit dem Bau der barocken Klosterorgel.

 

Solche „Stationen“ sind es, nach denen Andreas Köhs sein Bachkonzert am

8. September zusammengestellt hat, wobei Schwester Caterina Görgen OSB die Moderatorenrolle übernimmt und die einzelnen Werke im Kontext zu den

damaligen Ereignissen im Kloster beleuchten wird... ein äußerst reizvolles Unter-

fangen mit einem ebenso attraktiven Programm:  Aus Bachs Organistenzeit in

Arnstadt und Mühlhausen sind die berühmte  Toccata d-moll BWV 565  zu hören,

dank der überwältigenden Fülle ihrer Melodien und Akkorde wohl das bekannteste Orgelstück schlechthin, sowie die  Fantasia G-Dur BWV 571, die mehr einem

barocken Concerto grosso in drei Sätzen gleicht. Dies gilt auch für besagte C-Dur-Toccata, die für die Weimarer Zeit steht, während die  Sonata I  Es-Dur BWV 525,

eine der sechs Triosonaten, mit denen Bach der „kleinen Sinfonieform“ neue Wege wies, und die Choralbearbeitung „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ BWV 662  die

letzte Station Leipzig spiegeln. Zum Abschluss erklingen  Präludium und Fuge

Es-Dur BWV 552, ein wahres Paradebeispiel Bach’scher Konzert-Ouvertüren

nach französischem Muster.

 

Mit diesem Benefizkonzert (Beginn 18 Uhr) zugunsten des Altenstädter Klosters,

das in Zusammenarbeit mit der Abtei vom Kulturring Altenstadt veranstaltet

wird, krönt Andreas Köhs den Engelthaler „Tag des offenen Denkmals“, an dem

die Benediktinerinnen diverse Führungen durch sonst der Öffentlichkeit ver-

schlossene Räumlichkeiten anbieten einschl. Besichtigung der Restaurierungs-

werkstatt und des Klostergartens. Es lohnt deshalb auf jeden Fall, sich an diesem Sonntag schon früher auf den Weg zum Kloster zu machen, zumal auch ein Schnäppchenmarkt mit Beständen und Produkten des Klosters lockt! Die Karten

für das Orgelkonzert kosten 10 €  (für Schüler und Studenten ermäßigt 7 €) und

sind an der Abendkasse zu haben.